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60 Jahre Spitaler Schigeschichte

Der Wintersportverein Spital am Semmering feierte im Beisein vieler Ehrengäste sowie Ex-Skirennläufer sein 60-jähriges Bestehen im Berggasthof Friedrichhütte. Ein Streifzug durch die Spitaler Schigeschichte.

Drei Gründungsmitglieder gibt es noch. Josef Köberl, Maria Filzwieser & Hans Filzwieser hebten vor 60 Jahren – am 13. April 1958 – gemeinsam mit anderen Vorreitern den „Sportverein Spital am Semmering“ aus der Taufe. Damit startete die Erfolgsgeschichte des größten Spitaler Vereins mit derzeit rund 1100 Mitgliedern. Obmann Richard Pink, zugleich selbst erfolgreicher Ex-Skirennläufer, gab einen 60-minütigen Streifzug durch die vergangenen sechs Jahrzehnte. Pro Jahr eine Minute, nahm er sich vor.

Gründungsmitglied Hans Filzwieser im Gespräch mit Ex-Weltrekordhalter in der Schnell-Abfahrt Eduard Schwaiger (179,9 km/h)

Derzeit führt der Verein rund 20 Rennen pro Saison durch. Zu Spitzenzeiten waren es teilweise bis zu 30. Das bedeutet, dass in den 60 Jahren Bestand an die 1200 Rennen mit mehr als 100.000 Starterinnen und Startern abgewickelt wurden. 

Ein besonderes Gustostückerl las Pink aus der Biografie von Skilegende Hermann Maier vor. Hermann Maier war ein Quereinsteiger, zuerst zu schwach für den Kader, danach Maurer gelernt und selbstständig fleißig trainiert, bis er zum allseits bekannten Herminator und Ski-Idol wurde. Und seine Karriere begann bei einem Frühjahrs-Rennen in Spital. Als Startnummer 130, als letzter Läufer im Rennen fuhr er auf den 18 Platz, teilweise mit so tiefen Löchern, dass ihn niemand mehr sah, aber an diesem Tag wurde er von einem Salzburger Trainer entdeckt. Und dadurch meinte Obmann Pink, wäre Maier nie zu dem geworden, wäre er nicht in Spital Ski gefahren.

Aber nicht nur prominente Sportlerinnen und Sportler von außerhalb besuchten in den vergangenen Jahren Spital am Semmering, sondern auch Läuferinnen und Läufer aus der eigenen Kaderschmiede waren erfolgreiche Athleten. Darunter Evelyne Heisler, 1. Spitaler Weltcup-Starterin, Eduard Schwaiger, kurzzeitig Weltrekordhalter in der Geschwindigkeits-Abfahrt mit 179,9 km/h oder eben auch Reinhard Schmoll, der gemeinsam mit Richard Pink jahrelang den steirischen Skisport dominierte. 

Anton Zuser, Rennleiter vom Weltcup am Semmering, gab zur Begeisterung aller bekannt, dass die Damen-Rennen für 2018 und 2020 gesichert sind.

Neben den aktiven Rennläufern waren auch ansonsten bekannte Persönlichkeiten Teil des WSV, darunter der Pionier und Langzeit-Funktionär Helmut Graf, der den steirischen Skiverband mit initiierte sowie jahrelang Vizepräsident dessen war und als treibende Kraft hinter den Weltcup-Rennen am Semmering bezeichnet werden kann oder auch Sepp Kargl, der knapp 30 Jahre lang Trainer in der „goldenen Zeit“ des WSV war.

Umrahmt durch hohe Ehrengäste, ehemalige Skirennläufer und Vertreter der Gemeinde wie auch der Sponsoren bedankten sich alle Rednerinnen und Redner für die aktive und gute Zusammenarbeit, die gelungene Jugendarbeit und die vergangenen 60 Jahre Vereinstätigkeit. Hans Hörzer, Vizepräsident des ASVÖ, des Dachverbandes des WSV überreichte abschließend Obmann Pink eine Ehrenurkunde und 600 Euro für die Jugendförderung.

Eindrücke von der Jubiläumsfeier:

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